Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

    Herzlich willkommen auf der  Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln – vom U 2010 über den U 411/U 421 über den U 404 und U 406 bis zu den aktuelle Mogs wie U 5000.

    Du möchtest einen Unimog kaufen? Dann suche deinen Unimog oder ein passendes Ersatzteil in unserem Kleinanzeigenmarkt für gebrauchte Unimog, Original-Ersatzteile oder Zubehör. Infos zu Anbaugeräte wie Kran, Frontlader oder Schneepflug gibt es in unseren diversen Foren. Fans von Expeditionsfahrzeugen oder Bundeswehrausführung haben ihre eigene Foren – genauso die Fans und Mitglieder des Unimog-Clubs und des Museums.

    Du suchst einen Unimog-Händler, eine Unimog-Generalvertretung oder einfach nur eine Service-Station? In unsere Händlerübersicht wirst Du bestimmt fündig.

    Viel Spaß auf unserer 4×4-Plattform wünschen Andre & Thilo

    Unsere Premium-Partner

    Buch&Bild – Literatur und Accessoires für Ihre Unimog & MBtrac
    Unimog-Museum – den Unimog-Mythos live erleben
    Unimog-Club Gaggenau – offizieller Mercedes-Benz Markenclub

  • Vor 100 Jahren in Gaggenau: Die Vorgänger des Unimog und MB-trac

    BENZ-GAGGENAU Straßenzugmaschine 1920 vor der Verwaltung der Benzwerke

    Der Benz-Gaggenau Landtraktor – Vorgänger des Unimog und MB-trac

    Vor 100 Jahren wurden in Gaggenau Traktoren gebaut

    Gaggenau – Ein universell einsetzbares Motorgerät für die Land- und Forstwirtschaft entwickelte eine kleine Gruppe von Ingenieuren und ein Diplom-Landwirt gleich nach dem Zweiten Weltkrieg. Es sollte den bekannten Schleppern sowohl technisch als auch im Komfort für den Fahrer und Beifahrer überlegen sein. Und vor allen Dingen: Es sollte helfen, den Hunger der Bevölkerung zu lindern. Das Ergebnis war bekanntermaßen der Unimog.

     

    Prospekttitel für den BENZ-GAGGENAU Traktor von 1921

    In einem Prospekt ist zu lesen: „Die Nutzung der Bodenfläche zur Erzeugung von Feldfrüchten, vornehmlich für die Zwecke der Ernährung, steht heute mehr als je im Vordergrund des Interesses. Die Hungersnöte, die in allen Ecken herrschten und herrschen, der Mangel an gewissen lebenswichtigen Rohstoffen sind ein warnendes Zeichen.“ Aber diese Sätze stehen nicht in einem frühen Unimog-Prospekt sondern in einem Prospekt von 1921 für den Benz-Gaggenau-Traktor.

    Mit der Entwicklung zweier Friedensprodukte, einem Landtraktor und einer Straßenzugmaschine wurde Oberingenieur Berger beauftragt. Dabei galt es, Komponenten der nach dem Kriege neu entwickelten Lastwagen zu verwenden.

    Titel eines weiteren Prospektes aus dem Jahr 1921 für den BENZ-GAGGENAU Traktor

    Der Landtraktor konnte nach kurzer Entwicklungszeit bereits 1920 angeboten werden. Er hatte den aus dem 5-Tonnen-Lastwagen stammenden Vierzylindermotor S 120 mit 40 PS. Eine weitere Parallele zum späteren Unimog und MB-trac war das verkleidete Fahrerhaus mit einer gepolsterten Sitzbank – bei den damaligen Traktoren unüblich.

    In dem Prospekt von 1921 ist zu lesen: „Die Benzwerke Gaggenau, welche diese Maschine herstellen, konnten die Erfahrung eines Vierteljahrhunderts im Auto-Lastwagen-Bau bei der Konstruktion des Traktors nutzbar machen. Durch verständnisvolle Abänderung wurde der schwere Arbeitswagen zu einem Universal-Werkzeug für die Landwirtschaft, dem Traktor, entwickelt, der seine Besitzer zum souveränen Herrn der Wirtschaft macht.“ Und später heißt es weiter: „Pflug und Kultivator, Walze und Egge, Sämaschine und Heuwender, Mähmaschine, Garbenbinder und Rübenheber, alle die unentbehrlichen Werkzeuge des Landmannes zieht das starke Tier aus Stahl unermüdlich.“ Angepriesen wird weiter, dass durch eine Riemenscheibe eine Dreschmaschine, eine Mühle oder ein Steinbrecher angetrieben und sogar Strom erzeugt werden kann. Auch die frühen Unimog-Modelle konnten mit solch einer Riemenscheibe ausgestattet werden.

    In einem weiteren Prospekt wird zudem damit geworben, dass durch den Einbau einer Seilwinde die Verwendbarkeit des Traktors erhöht wird. „Unimog, ich höre dich grüßen!“

    Schmunzeln muss man auch bei der Aussage: „Für den Verkehr abseits der Kunststraße, das heißt für das Befahren nicht befestigter Wege, ist der Benz-Gaggenau-Traktor das lange gesuchte Fahrzeug. Als Zubringer für das Baumaterial und zur Abfuhr der ausgehobenen Erde, bei Kanalbauten, beim Bau von Staubecken und Straßen leistet er alles das, was sonst der Feldbahn überlassen werden muß. Dieser gegenüber ist er durch den Wegfall des Schienenweges mit allen seinen manchmal unerwünschten Folgen und großem Kapitalaufwand überlegen.“

     

    BENZ-GAGGENAU Straßenzugmaschine in Werksnähe bei der Einmündung der Sulzbacher Straße in die Hauptstraße Ottenau

    Die Benz Gaggenau Straßenzugmaschine

    Für den schnellen Massentransport ohne Schienen wurde ab 1921 eine Straßenzugmaschine mit vier gleich großen Rädern angeboten, die ebenfalls mit dem Vierzylindermotor S 120 – allerdings mit 50/55 PS – ausgestattet war. In einem Prospekt werden ihre Vorzüge wie folgt beschrieben: „Die Bewältigung der Massentransporte ist ein Problem, an dessen Lösung die ganze Volkswirtschaft in hervorragendem Maße interessiert ist. Diejenige Einrichtung, welche heute beinahe das Monopol auf diesem Gebiet hatte, nämlich die auf eigenen Wegen verkehrende Eisenbahn, erfüllt ihre Aufgabe aus verschiedenen Gründen unzureichend.“ Auch diese Aussage kommt uns heute bekannt vor.

     

    Der Gaggenauer Landtraktor wurde zwar 1925 noch mit einem 50-PS Diesel-Motor ausgestattet. Aber im Zusammenhang mit der Fusion zwischen Daimler und Benz gab man hier sowohl die Produktion des Landtraktors als auch der Straßenzugmaschine noch im gleichen Jahr auf.

     

    Gaggenauer Artillerie-Schlepper 1917 – Auch Erfahrungen aus dessen Bau konnten in die Neuentwicklungen einfließen

    Eine leicht gekürzte Fassung dieses Berichts erschien im Badischen Tagblatt vom 12. August 2019

    Text und Repros: Michael Wessel

    Ausführliche Informationen zum Benz-Gaggenau Traktor und zur Straßenzugmaschine in: Traktoren der Daimler AG, Vom Motorpflug bis zum Unimog und wie der Stern auf den Acker kam; Werner Schmeing, Hans-Jürgen Wischhof, Frankfurt 2009

     

  • Unimog-Museum: 500.000ster Besucher

     

    Geschäftsführerin Hildegard Knoop freut sich mit den Brüdern Georg (links) und Dr. Peter Kohlhas über den 500.000. und 500.001. Museumsbesuch.

    Dr. Peter Kohlhas und sein Bruder Georg werden mit einer Flasche Unimog-Whiskey und zwei Museumspässen überrascht

    „Nur schnell mal ins Museum, Unimog anschauen“ wollte der Baden-Badener Kieferorthopäde Dr. Peter Kohlhas mit seinem Bruder Georg, der aus Groß-Umstadt zu Besuch war. „Muss ich mir da was Passendes anziehen?“ fragte der. Für ihn war es der erste Besuch im Museum, für Bruder Peter der achte oder neunte. Schon lange überlegt das UCG-Mitglied, sich einen Unimog oder einen „G“ zuzulegen – „in meinem Freundeskreis haben schon alle einen“ – aber zur Zeit fehlt es an Platz und auch an Zeit, sich um das Fahrzeug zu kümmern.

    Wenn die beiden gewusst hätten, dass sie Besucher Nr. 500.000 und 500.001 sind und damit nicht nur etwas geschenkt bekommen, sondern auch „mit aufs Foto“ müssen, hätte sich Georg Kohlhas das mit der Garderobe vielleicht noch einmal überlegt. Für Geschäftsführerin  Hildegard Knoop waren beide aber allemal „passend“ genug. Sie überreichte dem einen eine Flasche edelsten Unimog-Whiskeys  vom Bodensee und dem anderen zwei Museumspässe, mit denen die beiden ein Jahr lang sämtliche 320 Mitgliedsmuseen des deutsch-französisch-schweizerischen MuseumsPASSMusées kostenlos besuchen können. Denn 500.000 Besucher in 13 Jahren und zwei Monaten – das ist schon etwas ganz Besonderes.

    Noch etwas, was  aufmerksamen ZeitungsleserInnen aufgefallen sein mag: Dass so bald nach der 450.000 Besucherin im Februar 2019 schon der 500.000. Besucher im Unimog-Museum begrüßt werden kann, liegt nicht daran, dass im halben Jahr dazwischen ganz außerordentliche Besucherrekorde aufgestellt worden wären, sondern dass aufgrund einer Panne in der elektronischen Erfassung die 30.143 Museumsbesucher des Jahres 2006 lange Zeit „vergessen“ waren. Aber die wurden zwischenzeitlich wieder hinzu addiert – sehr zur Freude aller!

  • Unimog-Museum: Weltenbummlertreffen mit 136 Fahrzeugen

    Schwere Unimog sind in der Überzahl. Auf dem Gelände des Museums sind insgesamt 136 Fahrzeuge versammelt. – Foto: Hegmann

     

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 30. Juli 2019 im Badischen Tagblatt:

    Rucksackreisende auf vier Rädern

     Beim siebten Weltebummlertreffen gastieren einfache Fahrzeuge ebenso wie Luxusmobile

    Gaggenau – Vom Regenwald bis in die Wüste, über ewiges Eis und durch weite Moore in der Taiga, oder einfach nur ein paar Meter abseits der Autobahn in Spanien, das ist es, was sie alle verbindet: die Weltenbummler, die sich jährlich am Unimog-Museum treffen. Bereits zum siebten Mal haben sie sich nun auf dem Gelände beim Schlosspark versammelt.

    „Ich komme mir hier vor wie auf einem großen Familientreffen. Die Großeltern und die Eltern haben nicht nur die Kinder und Enkel eingeladen. Nein, auch Neffen, Nichten, Cousinen, Cousins sowie Vetter waren aufgefordert, vorbeizuschauen.“ So beschreibt eine junge Frau aus Holland, in ihrem Citroën Type H sitzend, ihre aktuelle Situation auf dem Weltenbummlertreffen des Unimog-Museums. Und sie sind alle gekommen: „Manche haben sogar noch ein paar Schwippschwager oder einfach nette Freunde mitgebracht, und zu denen gehören wir.“

    Damit hat sie sehr treffend den Charakter der nun bereits zum siebten Mal ausgerichteten Veranstaltung rund um das Museum beschrieben. Auch wenn ihr hellgrüner „Wellblech-Kastenwagen“ von 1980 keinen Allradantrieb hat, fühlt sie sich unter den vielen Unimog und sonstigen, überwiegend geländegängigen Fahrzeugen sehr wohl.

    Der grundlegende Gedanke des dreitägigen Fests mit diesmal 135 teilnehmenden Fahrzeugen ist nämlich die Ausstattung derselben für längere Reisen. Von der minimalistischen Einrichtung der „Ente“ mit zwei Matratzen und einem kleinen Küchenanhänger über den von einer Spezialfirma ausgestatteten, modernsten Unimog 5030 mit 300 PS und klimatisierter Wohnkabine – alle sind sie hier vertreten.

    Sie hätten sich zunächst zwar ziemlich weit hinten in die beiden langen Reihen der Fahrzeuge eingeordnet, aber schnell festgestellt, dass sie genauso dazugehören. „Nicht wie bei manchen anderen Treffen, wo die Fundamentalisten einer Marke unter sich bleiben wollen“, ergänzt die junge Weltenbummlerin in bester Laune.

    Auch mit einem Citroen-Kastenwage von 1980 kann man die Welt erkunden. – Foto: Hegmann

    Aus Bekannten werden Freunde

    Nein, Schilder mit der Aufschrift „Hier dürfen wir nicht rein“ gibt es in Gaggenau nicht. Aber solche mit Hinweisen auf Vorträge oder fachmännisch betreute Workshops in der Werkstatt des Museums.

    Acht Filme oder Fotovorträge von Reisen durch Mauretanien, an das Nordkap, nach Island, in den Kaukasus, durch die Prärie in Nordamerika oder über Finnland durch Russland bis in die Mongolei waren zu sehen. Diese sind oft auch für viele der über 1000 Besucher ohne entsprechende Fahrzeuge ein Anreiz, ins Murgtal zu kommen.

    Bei Herstellern und Ausrüstern von Expeditionsfahrzeugen konnte man sich umschauen und eventuell entscheiden, ob aus dem Traum Realität werden könnte.

    Ansonsten bestand die Möglichkeit, mit einem der Museums-Unimog auf dem Außenparcours eine Runde mitzufahren. Erfahrungen austauschen, bewährte technische Tipps bekommen, neue, zum Teil selbst entwickelte Ausrüstungsvarianten oder einfach nur neue Menschen mit den gleichen Interessen kennenlernen – das sind weitere Gründe für viele, drei Tage an die Murg zu kommen.

    Dass daraus langjährige Freundschaften entstehen können, ist dann darüber hinaus eine sehr schöne Nebensache.

    Hier noch weitere Fotos von Hans-Peter Hegmann:

     

    Und als „Zugabe“ noch ein paar Fotos von Michael Wessel:

     

     

  • Mercedes-Benz Offroad-Ikonen: Unimog und G-Klasse: Gipfeltreffen der Gelände-Giganten

    Fahrzeuge, die in extremem Gelände zur Höchstform auflaufen, sich seit Jahrzehnten technologisch konsequent weiterentwickeln und weltweit eine eingeschworene Fangemeinde hinter sich haben: Mercedes-Benz hat gleich zwei davon. Was die G-Klasse im Pkw-Bereich, ist bei den Nutzfahrzeugen der Unimog. Und während die G-Klasse in diesem Jahr 40 Jahre Jubiläum feiert, kann der Unimog auf mehr als 70 Jahre Tradition zurückblicken. Genug Gründe, um beide zu einem Gipfeltreffen zusammen zu bringen.

    Es gibt Fahrzeuge, die Lust auf Abenteuer machen und den kindlichen Spieltrieb in jedem Erwachsenen wecken: Die Mercedes-Benz G-Klasse und der Mercedes-Benz Unimog gehören dazu. Als einzigartige Charaktere fahren beide seit vielen Jahrzehnten auf ihrem ganz eigenen Weg. Und dieser fängt oft dort an, wo für andere bereits Schluss ist – dank ihrer Geländegängigkeit. Ihre Durchsetzungskraft und Zuverlässigkeit haben beide unter anderem auf der Rallye Dakar bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Darüber hinaus teilen Unimog und G-Klasse höchste Robustheit und Langlebigkeit sowie die enorme Variantenvielfalt, mit der sie fast jeden Kundenwunsch erfüllen.

    Kein Wunder, dass sie auch in Hollywood eine glänzende Figur machen: In den Blockbustern „ Jurassic World“ von 2015 und „Transformers: The Last Knight“ aus dem Jahr 2017 standen die zwei Ikonen sogar gemeinsam vor der Kamera. Ihre Weltpremiere im Januar 2018 bestritt die aktuelle G-Klasse in Detroit mit Arnold Schwarzenegger auf der Bühne. Neben der G-Klasse hatte der Superstar einst auch einen Unimog in seiner Garage stehen.